T-Online: Springen die ersten Großinvestoren ab? - DER SPIEGEL
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T-Online Springen die ersten Großinvestoren ab?

Vier Tage vor dem Börsengang von T-Online beginnt das große Zittern. Offenbar haben viele Kleinanleger Aktien geordert, dagegen scheinen die Großinvestoren immer vorsichtiger zu werden.
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Hamburg - Die Aktien der Telekom-Tochter sollen von Privatanlegern etwa 20-fach überzeichnet worden sein, hieß es am Donnerstag aus Kreisen, die mit dem Börsengang von T-Online vertraut sind. Andere Quellen gehen davon aus, dass die institutionelle Seite 18-fach, die der Privatkunden zwölffach überzeichnet ist.

Bei den Großinvestoren macht sich inzwischen offenbar Skepsis breit. "Einige institutionelle Anleger scheinen ihre Position noch einmal zu überdenken und haben ihre Orders verkleinert", sagte ein Händler in München. Wie schon an den Vortagen seien größere Anleger aus dem Ausland auf der Abgeberseite zu finden, erklärte Schnigge-Händler Norbert Empting. Auf dem aktuellen Niveau seien nahezu alle Kauflimite bedient.

Am Mittwoch war die Zeichnungsfrist für Privatanleger abgelaufen, institutionelle Investoren haben noch bis Freitag Gelegenheit zu zeichnen. Am kommenden Montag ist die Erstnotiz am Neuen Markt der Frankfurter Börse geplant. Die Deutsche Telekom hatte die Preisspanne auf 26 bis 32 Euro festgelegt (aktueller Graumarktkurs) . Es wird mit einer Zuteilung am oberen Ende gerechnet.

Laut "Financial Times Deutschland" ist T-Online tiefer in die Verlustzone gerutscht. Im Januar und Februar seien im operativen Geschäft Einbußen von rund sechs Millionen Mark aufgelaufen. Im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen ein Plus von vier Millionen Mark erwirtschaftet.

Wie das Blatt weiter berichtet, ist nach internen Zahlen von T-Online mit einem deutlich negativeren Ergebnis als im vergangenen Jahr zu rechnen. 1999 soll der Fehlbetrag bei 10,6 Millionen Mark gelegen haben. Die Deutsche Telekom äußerte sich nicht zu den Zahlen. Ein T-Online-Sprecher habe dagegen betont, das Unternehmen liege "sowohl bei der Gewinnung von Neukunden als auch beim operativen Ergebnis deutlich über Plan".