T-Online Wieder große Verluste
Berlin - Im ersten Halbjahr 2001 stieg der Konzernverlust auf 265,8 Millionen Euro gegenüber 179,3 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, teilte der Vorstandsvorsitzende Thomas Holtrop am Mittwoch in Berlin mit. Auf Quartalsbasis ergibt sich ein gemischtes Bild. Im zweiten Quartal fiel im Vergleich zum Vorjahr mit 144,7 (157,6) Millionen Euro zwar ein geringerer Verlust an. Gegenüber dem ersten Quartal 2001, in dem ein Konzernergebnis von minus 121,1 Millionen Euro erzielt wurde, hat sich die Situation allerdings verschlechtert.
Finanzvorstand Rainer Beaujean gab indes zu verstehen, dass sich im Gesamtjahr die Ertragsentwicklung im operativen Geschäft besser darstellen könnte als bislang erwartet. Nachdem die Analysten im Frühjahr noch von einem Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von minus 250 Millionen Euro für das am neuen Markt notierte Unternehmen ausgegangen waren, würden nun minus 230 Millionen Euro erwartet. "Dies spiegelt unsere Entwicklung auch in der externen Sicht wider", sagte Beaujean.
Er bekräftigte, dass die Telekom-Tochter im kommenden Jahr in Deutschland und 2003 dann auch konzernweit schwarze Zahlen beim Ebitda schreiben wolle. Ziel des Unternehmens bleibe weiterhin, beim Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) im übernächsten Jahr die Gewinnzone zu erreichen, sagte Holtrop.
Das Unternehmen stehe kurz davor, bei den Kunden die magische Grenze von zehn Millionen zu überschreiten. Ende Juni kam die Tochterfirma der Deutschen Telekom auf 9,2 Millionen Kunden.