Tankflugzeugauftrag: Boeing dementiert Rückzugsgerüchte - DER SPIEGEL
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Tankflugzeugauftrag Boeing dementiert Rückzugsgerüchte

Aufgeben gehört nicht zum Geschäftsmodell von Boeing: Der US-Luftfahrtkonzern dementierte Berichte, er wolle bei der Neuausschreibung des milliardenschweren Tankflugzeugauftrags für die US-Luftwaffe möglicherweise auf ein Angebot verzichten.
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Washington - Das Rennen ist weiterhin offen. Man stehe mit dem Pentagon in einem fortlaufenden Dialog über den neu ausgeschriebenen Auftrag über 35 Milliarden Dollar, erklärte Boeing   am Dienstag, nachdem schon Gerüchte aufgekommen waren, der Konzern werde sich aus dem Bieterrennen zurückziehen. Kritiker der Neuausschreibung hatten erklärt, darin werde ein größeres Flugzeug und damit der Vorschlag von Northrop Grumman  und EADS   bevorzugt.

Airbus Tankflugzeug KC-30 (Simulation): Offenes Rennen

Airbus Tankflugzeug KC-30 (Simulation): Offenes Rennen

Foto: DDP

Das Branchenblatt "Aviation Week" hatte unter Berufung auf mehrere mit den internen Diskussionen vertraute Personen berichtet, der Rückzug werde ernsthaft in Erwägung gezogen. Ursache sei der straffe Zeitplan, der den Konzern überfordere. Ein Rückzug von Boeing würde bedeuten, dass der europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS als einziger Anbieter im Rennen bleiben würde.

Das Pentagon hatte den Zuschlag für die Lieferung der 179 Tankflugzeuge ursprünglich dem europäischen EADS-Konzern und dessen amerikanischem Partner Northrop Grumman erteilt. Der Rechnungshof des US-Kongresses (GAO) hatte nach einer Beschwerde des amerikanischen EADS-Konkurrenten Boeing jedoch schwerwiegende Fehler am ersten Vergabeverfahren bemängelt.

Nun drängt das Pentagon auf eine zügige Abwicklung. Noch in dieser Woche erwartet das Ministerium erste Stellungnahmen der Unternehmen, schreibt "Aviation Week". Mitte August soll eine letzte Aufforderung für Gebote veröffentlicht werden. Diese müssen dann bis zum 1. Oktober eingereicht werden.

Vertreter der beiden Wettbewerber und des Pentagons kamen auf dem Luftwaffenstützpunkt Wright-Patterson in Dayton, Ohio, zusammen, um über die Anforderungen der US-Luftwaffe zu sprechen.

mik/AP