Tarifeinigung Gehaltserhöhung im Bankgewerbe
Erfurt - Für die rund 240.000 Beschäftigten bei privaten und öffentlichen Banken ist in der Nacht zu heute ein neuer Tarifvertrag abgeschlossen worden. Arbeitgeber und Gewerkschaft einigten sich nach Angaben der Gewerkschaft Ver.di und Banken-Verhandlungsführer Tessen von Heydebreck in Erfurt auf eine zweistufige Gehaltserhöhung. Ab dem 1. September dieses Jahres erhöhen sich die Gehälter demnach um 3,0 Prozent, ab 1. Dezember 2007 zusätzlich um 1,5 Prozent.
Im August dieses Jahres erhalten die Beschäftigten außerdem eine Einmalzahlung in Höhe von 100 Euro. Darüber hinaus werden die Vereinbarungen zu Vorruhestand und Samstagsarbeit jeweils bis zum Jahresende 2008 verlängert. Das Ausbildungsplatzangebot soll in den Jahren 2006 und 2007 gegenüber dem Vorjahr um vier Prozent erhöht werden. Der neue Tarifvertrag hat eine 25-monatige Laufzeit bis Ende Juni 2008.
Banken-Verhandlungsführer von Heydebreck sprach von einem vertretbaren Abschluss für die Branche. "Durch die lange Laufzeit bewegt er sich in einem Rahmen, der die derzeitige Lage des Bankgewerbes berücksichtigt", sagte der Heydebreck, der Personalvorstand der Deutschen Bank ist. Die Gewerkschaft Ver.di nannte das Ergebnis akzeptabel. Mit der langen Laufzeit habe man zwar eine "Kröte" schlucken müssen, aber eine deutliche Erhöhung der Gehälter erreicht und eine Verschlechterung des Kündigungsschutzes abgewendet.
kaz/AP/dpa