Tarifgipfel: Gesamtmetall attackiert DAG-Forderung - DER SPIEGEL
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Tarifgipfel Gesamtmetall attackiert DAG-Forderung

Die Tarifpartner trennten sich im Streit. Nach einem Spitzentreffen hat Gesamtmetall-Präsident Werner Stumpfe der Deutschen Angestellten-Gewerkschaft (DAG) vorgeworfen, sich aus dem Bündnis für Arbeit zu verabschieden.
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Köln - "Ich bedauere, dass die DAG die Orientierung am gesamtwirtschaftlichen Produktivitätszuwachs in Frage stellt", sagte Stumpfe am Dienstag nach einem Spitzengespräch mit dem DAG-Vorsitzenden Roland Issen. Die DAG hatte gefordert, der anstehenden Tarifrunde die Zuwachsraten der Metall- und Elektroindustrie von rund 3,5 Prozent zu Grunde zu legen. Der gesamtwirtschaftliche Produktivitätszuwachs liegt dagegen bei 2,6 Prozent. "Vorrang hat allerdings das beschäftigungspolitische Ziel", sagte Issen.

Am Abend sollte der Gesamtmetall-Chef in Bonn den Vorsitzenden der IG Metall, Klaus Zwickel, treffen. Auch dabei soll die Tarifrunde 2000 für die 3,4 Millionen Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie erörtert werden.

Im Februar beginnen die Metall-Tarifverhandlungen auf regionaler Ebene. Vor einer Woche hatte der IG-Metall-Vorstand den regionalen Kommissionen Tarifforderungen von bis zu 5,5 Prozent empfohlen. Dabei soll ein Teil für die Finanzierung der Rente mit 60 verwendet werden. Stumpfe hatte die Forderung der Gewerkschaft als zu hoch kritisiert. Gesamtmetall lehnt die Rente mit 60 ab und favorisiert ein Modell in Kombination mit Altersteilzeit.