Tarifkonflikt 9500 zum Warnstreik aufgerufen
München - Weitere 9500 Mitarbeiter in 16 bayerischen Betrieben sollen im Laufe des Tages in den Warnstreik treten. Schwerpunkt der Aktionen wird Donauwörth sein, wo rund 2500 Metaller zum Protest aufgerufen sind.
Erstmals rief die IG Metall nach eigenen Angaben auch Auszubildende zum Warnstreik auf. In Schweinfurt würden am Vormittag rund 650 Lehrlinge demonstrieren, hieß es. Für Donnerstag und Freitag sind Arbeitsniederlegungen in je rund 50 Firmen geplant. Die IG Metall will ihren Forderungen nach 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt Nachdruck verleihen. Die Arbeitgeber bieten den rund 730.000 Beschäftigten in Bayern jeweils zwei Prozent für 2002 und 2003.
Unterdessen scheint auch die Tarifauseinandersetzung am Flughafen Frankfurt am Main zu eskalieren. Für Donnerstag rief die Gewerkschaft Verdi die Fluggastkontrolleure zu einer befristeten Arbeitsniederlegung auf. Fluggäste müssen deshalb mit Behinderungen bei den Kontrollen rechnen. Wie Verdi-Verhandlungsführer Gerold Schaub am Mittwoch in Frankfurt mitteilte, soll damit in den festgefahrenen Tarifverhandlungen für die tausend Kontrolleure Druck auf die Flughafengesellschaft Fraport gemacht werden.