Tarifkonflikt: Lokführer brechen Verhandlungen mit Bahn ab - DER SPIEGEL
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Tarifkonflikt Lokführer brechen Verhandlungen mit Bahn ab

Eskalation im Tarifstreit bei der Bahn: Die Verhandlungen zwischen der Konzernspitze und der GDL sind "ergebnislos abgebrochen" worden. Das teilte die Lokführer-Gewerkschaft mit - welche Folgen dies für die Kunden hat, ist noch offen.
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Frankfurt am Main - Über das weitere Vorgehen möchte die Gewerkschaft der Lokführer (GDL) morgen um 14 Uhr in einer Pressekonferenz informieren. Solange die Gespräche nicht gescheitert sind, sollten die Bahnkunden von Streiks verschont bleiben. Den Begriff "scheitern" verwendete die GDL in ihrer aktuellen Mitteilung nicht.

Nach Angaben der Bahn hat der GDL-Vorsitzende Manfred Schell ein für heute Abend angesetztes Spitzengespräch mit Konzernchef Hartmut Mehdorn abgesagt. An der Runde sollten auch die Vorsitzenden der beiden anderen Bahngewerkschaften Transnet und GDBA teilnehmen.

Die GDL hatte mit der Bahn über einen eigenständigen Tarifvertrag verhandelt. Zuletzt hatten beide Seiten darüber gesprochen, was in einem gemeinsamen Basis-Tarifvertrag für alle Beschäftigten der Bahn geregelt wird und was die GDL in einem eigenständigen Tarifvertrag für die Lokführer aushandeln kann. Dieser sollte bis Ende Januar stehen und vor allem Regelungen zu Einkommen und Arbeitszeit enthalten. Die GDL forderte zuletzt Einkommenszuwächse von mindestens zehn Prozent.

Die Bahn reagierte mit "völligem Unverständnis" auf den Abbruch der Gespräche. Die Verhandlungen seien seit längerem "konstruktiv" verlaufen. "Noch heute Mittag liefen die Verhandlungen inhaltlich wie auch atmosphärisch in einem vernünftigen Rahmen", sagte ein Konzernsprecher. "Urplötzlich erklärte die GDL am frühen Nachmittag die Verhandlungen für beendet. Das ist absolut nicht nachvollziehbar." Der Sprecher forderte die GDL auf, das bisher Erreichte nicht aufs Spiel zu setzen

An den bisherigen Gesprächen nahm neben Bahn und GDL auch die Tarifgemeinschaft aus Transnet und GDBA teil. Dabei ging es um die Eckpunkte des eigenständigen Tarifvertrags für die Lokführer. Verhandelt wurde auch über die anderen Strukturelemente des neuen Tarifwerks für die rund 135.000 Bahnbeschäftigten.

Die Gespräche hatten nach massiven Streiks Anfang Dezember begonnen, waren aber schon kurze Zeit später ins Stocken geraten. Nach einem Spitzentreffen am Donnerstag vergangener Woche hatten beide Seiten von fruchtbaren Gesprächen gesprochen und die Fortsetzung der Verhandlungen vereinbart - offenbar ohne Ergebnis.

wal/dpa/AP/Reuters

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