Tarifkonflikt Metall-Arbeitgeber bessern Angebot nach
Düsseldorf - Die Metall-Arbeitgeber legten heute bei den Tarifverhandlungen im Tarifbezirk Nordrhein-Westfalen ein höheres Angebot vor. Es sieht nach Angaben ihres Verhandlungsführers Michael Jäger zwei Mal eine zweiprozentige Lohnerhöhung plus zwei an die konjunkturelle Entwicklung gekoppelte Einmalzahlungen vor. Die Laufzeit solle insgesamt 26 bis zu 30 Monate betragen.
Die IG Metall lehnte das Angebot als "völlig unzureichend" ab. Die Offerte sei keine Grundlage für eine Lösung, sagte ein Gewerkschaftssprecher heute in Düsseldorf. Der Verhandlungsleiter der IG Metall, Detlef Wetzel, unterbreitete ebenfalls einen ersten Lösungsvorschlag - die Gewerkschaft schlug bei einer Laufzeit von zwölf Monaten eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 3,4 Prozent vor und eine Einmalzahlung von 0,4 Prozent.
Jäger erklärte, eine Erhöhung von mehr als drei Prozent sei für die Arbeitgeber nicht machbar.
Kurz zuvor hatten beide Seiten ihre Verhandlungen in Nordrhein-Westfalen wieder aufgenommen. Nachdem die Gespräche in mehreren anderen Bezirken geplatzt sind, gilt die Runde in NRW als entscheidend. Kommt es hier zu keiner Einigung, könnte sich die IG Metall nächste Woche auf einen Streik festlegen. Gewerkschaftschef Jürgen Peters hatte den Arbeitgebern eine Frist bis Montagnacht gesetzt.
Die Arbeitgeber hatten bisher 1,2 Prozent mehr Lohn und Gehalt sowie Einmalzahlungen angeboten. Die IG Metall verlangt für die 3,4 Millionen Beschäftigten der Branche in ganz Deutschland fünf Prozent höhere Einkommen. Kommt es zum Streik, wäre es der erste in der Metall- und Elektroindustrie seit vier Jahren. Der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Michael Jäger, hofft aber "spätestens in den frühen Morgenstunden auf ein Ergebnis".
Bei den Gesprächen ist die Gewerkschaftsspitze von Peters bis hin zu den Bezirksleitern der Bundesländer ebenso zugegen wie Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser und sein Stellvertreter Otmar Zwiebelhofer. Peters wollte im ARD-Mittagsmagazin keine Prognose über den Ausgang der Gespräche wagen.
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