Tarifkonflikt: Postler lassen Millionen Briefe liegen - DER SPIEGEL
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Tarifkonflikt Postler lassen Millionen Briefe liegen

Heute streiken sie in Niedersachsen, in Berlin und in Brandenburg: Mitglieder der Gewerkschaft Ver.di weiten ihre Aktionen gegen die Post aus. Millionen Sendungen blieben zeitweise liegen.
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Berlin - Allein durch Warnstreiks in zwei Briefverteilzentren und Post-Zustellstützpunkten in Berlin und Brandenburg sind rund 1,5 Millionen Postsendungen verzögert bearbeitet worden. Nach Ver.di-Angaben legten 180 Beschäftigte für etwa drei Stunden in der Nacht die Arbeit nieder. Die Frühschicht habe dann wieder mit dem regulären Dienst begonnen.

Am Vormittag wollten sich rund 200 Boten an dem Warnstreik beteiligen. In den vergangenen Tagen hatten bereits Postler Hessen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz kurz gestreikt. Auch in Teilen Niedersachsens haben heute Warnstreiks die Paket- und Briefzustellung verzögert. Betroffen waren Hannover, Göttingen, Braunschweig, Celle, Emden und Osnabrück - und außerdem Bremen.

Verhandelt wird am Montag

Hintergrund der Aktionen sind nach Angaben des Sprechers die "schleppenden Tarifverhandlungen". Die Post weigere sich, ein Angebot vorzulegen, klagt Ver.di. Die Gewerkschaft fordert eine Einkommenserhöhung um vier Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Ihr zufolge besteht für die Beschäftigten seit 1. Mai keine Friedenspflicht mehr. Die bundesweiten Tarifverhandlungen sollen am 1. Juni fortgesetzt werden.

Der Ver.di-Sprecher betonte, die Aktionen richteten sich nicht gegen die Post-Kunden. Schuld an Verzögerungen sei allein die Post mit ihrer "Verweigerungshaltung".