Tarifrunde Auch die HBV fordert 5,5 Prozent
Düsseldorf - Verhandlungsführer Klaus Carlin erklärte am Mittwoch, die Gehaltsforderung trage der "glänzenden Ertragslage" der Branche sowie den positiven Wachstums- und Produktivitätsaussichten für 2000 Rechnung. Angesichts des drohenden Stellenabbaus in der gesamten Branche unterstrich Carlin die Bedeutung beschäftigungswirksamer Vereinbarungen.
Der Gewerkschafter sprach sich für mehr Ausbildungsplätze und eine Verkürzung der Lebens- und Wochenarbeitszeit aus. Weiteres Thema in der Tarifrunde sei die Neuregelung der Vergütungsstrukturen. Die derzeitige Tarifgruppen- und Berufsjahresstaffel sei dringend reformbedürftig, so der HBV-Vertreter.
Die Verhandlungen finden am 24. Januar in Frankfurt statt. Die Tarifrunde 2000 startet, ohne dass für das Jahr 1999 ein Abschluss zustande gekommen ist.
Die Arbeitgeber knüpfen nach Angaben der HBV den Gehaltsabschluss 1999 weiterhin an die Bedingung, dass die Gewerkschaften genereller, zuschlagfreier Samstagarbeit zustimmen. Das lehnen die Arbeitnehmer entschieden ab. Seit April 1999 zahlen die Banken freiwillig 3,1 Prozent mehr Gehalt.