Tarifrunde IG Metall bereitet massive Warnstreiks vor
Frankfurt am Main - Der Beirat der Gewerkschaft forderte am Dienstag die Mitglieder auf, unmittelbar nach Ende der Friedenspflicht am 29. März "massive Warnstreiks" vorzubereiten. Auf der Grundlage der bisherigen Lohnangebote und der Vorstellungen der Arbeitgeber zur Veränderung der Altersteilzeit könne der Tarifkonflikt nicht gelöst werden, betonten die 149 Mitglieder des Beirates.
Auf dem Tisch liegt bisher das Angebot zu einem Abschluss im Gesamtvolumen von zwei Prozent. Die IG Metall verlangt 5,5 Prozent. Aus diesem Volumen sollen Lohn- und Gehaltserhöhungen für die bundesweit 3,4 Millionen Beschäftigten ebenso finanziert werden wie die Rente mit 60.
Einen Tag nach der dritten Verhandlungsrunde in Baden-Württemberg verlangte die Gewerkschaft von den Arbeitgebern nun "umgehend ein tragfähiges Angebot" zur angestrebten Beschäftigungsbrücke zwischen Jung und Alt. Nach Einschätzung des IG-Metall-Vize Jürgen Peters stehen die Mitglieder fest hinter der Forderung nach der Rente mit 60. Sie treffe sowohl in der eigenen Organisation als auch in der Bevölkerung auf breite Zustimmung.