Tarifrunde IG Metall fordert mindestens 6,5 Prozent mehr Gehalt
Leinfelden-Echterdingen - "Die Konjunktur ist prächtig", sagte IG-Metall-Bezirksleiter Jörg Hofmann nach der Sitzung der Tarifkommission. Entsprechend hoch seien die Erwartungen der Beschäftigten. Die Gewerkschaft forderte die Arbeitgeber auf, nach dem Start der Gespräche am 14. März möglichst schnell ein Angebot vorzulegen. Die IG Metall wolle zügig verhandeln.
Die endgültige Forderung für Baden-Württemberg soll am 22. Februar beschlossen werden. Die Gewerkschaft lehnte die Zahlung eines Einmalbetrags als Zuschlag für die gute Branchenkonjunktur ab. Dies bedeute langfristig einen Geldverlust, hatte Hofmann im Vorfeld erklärt.
Die Friedenspflicht in Deutschlands Schlüsselbranche mit 3,5 Millionen Beschäftigten endet am 28. April. Der IG-Metall-Vorstand wird am 6. Februar zunächst eine Forderungsempfehlung veröffentlichen, danach werden die Tarifkommissionen in den Bezirken ihre Forderungen beschließen. In den Tarifverhandlungen vor einem Jahr hatte die Gewerkschaft fünf Prozent mehr Lohn und Gehalt gefordert und drei Prozent plus eine Einmalzahlung von 310 Euro durchsetzen können.
wal/AP