Tarifstreit bei VW: Gewerkschaft droht mit Protestaktionen - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Tarifstreit bei VW Gewerkschaft droht mit Protestaktionen

Bei VW stehen die Zeichen auf Streik. Unmittelbar vor Beginn der dritten Tarifrunde hat die IG Metall den Druck auf den Autobauer verstärkt.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Berlin - IG-Metall-Bezirksleiter und Verhandlungsführer Hartmut Meine forderte den Vorstand von Europas größtem Autohersteller auf, bei den Verhandlungen am Dienstag verbindlich zu erklären, ob es eine Bestandssicherung für die rund 103.000 VW-Arbeitsplätze in den sechs westdeutschen Werken geben werde. Anderenfalls werde es noch in dieser Woche eine Verstärkung der Protestaktionen dann auch in den Betrieben geben, sagte der Gewerkschafter der "Berliner Zeitung".

Wenn bis Ende Oktober keine Annäherung im Tarifkonflikt erreicht sei, werde die Tarifkommission der IG Metall sicherlich über Warnstreiks entscheiden, kündigte Meine an. Zu diesem Zeitpunkt läuft die Friedenspflicht aus.

Der Gewerkschafter erklärte weiter: "Wir wollen eine klare Aussage von Volkswagen  , ob das Unternehmen bereit ist, präzise und belastbare Aussagen zu einer Arbeitsplatzsicherung zu vereinbaren." Für den Fall, dass der Konzern nicht auf diese Forderung eingehen werde, kündigte Meine eine Verstärkung der Protestaktionen an.

Er fügte hinzu: "Dann muss VW damit rechnen, dass es noch in dieser Woche zur Protestaktionen in den Betrieben kommt. Die Unruhe in der Belegschaft ist erheblich."