Tarifstreit Einigung bei Telekom-Tochter T-Systems
Berlin - Die Telekom und ver.di einigten sich nach zähen und von Warnstreiks begleiteten Verhandlungen auf den neuen Tarifvertrag. Neben der dreiprozentigen Gehaltserhöhung, die dem Vorschlag der Arbeitgeber entspricht, erhalten die Mitarbeiter von T-Systems eine Einmalzahlung zwischen 300 und 350 Euro, sagte ein Gewerkschaftssprecher heute in Berlin. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 23 Monaten. Die ver.di-Tarifkommission muss der Einigung noch zustimmen. Die Gewerkschaft hatte Einkommensverbesserungen von sechs Prozent verlangt.
Die Tarifparteien vereinbarten zudem für den Bereich "Enterprise
Services", eine Verkürzung der Arbeitszeiten einem Stellenabbau
vorzuziehen. Darüber hinaus sei Standortsicherheit in Aussicht
gestellt worden, sagte der Sprecher. Die Telekom will bei T-Systems zusätzliche 1.600 Arbeitsplätze streichen und setzt dabei auch auf Vorruhestandsregelung für Beamte. Betroffen von den Einschnitten ist vor allem der Bereich "Business Services", der mittelständische Unternehmen mit IT- und Telekomdienstleistungen versorgt.
Vor einigen Monaten hatte die Telekom-Tochter bereits den Abbau von 5.500 Arbeitsplätzen angekündigt. T-Systems stellt für 160.000 mittelständische und große Kunden (Business Services) sowie für 40 multinationale Konzerne (Enterprise Services) IT-Lösungen aus einer Hand bereit.
kai/dpa/Reuters