Tarifstreit: Lufthansa-Flugbegleiter kündigen Warnstreiks an - DER SPIEGEL
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Tarifstreit Lufthansa-Flugbegleiter kündigen Warnstreiks an

Die Tarifverhandlungen für die rund 14.000 Lufthansa-Flugbegleiter sind gescheitert. Die Gewerkschaft Ufo kündigte Warnstreiks an. Bereits in der kommenden Woche könnten die ersten Flugbegleiter ihre Arbeit niederlegen.
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Hamburg - Möglicherweise sorgt ein neuer Arbeitskampf bei der Lufthansa bald für Chaos an den Flughäfen. Die aktuellen Tarifverhandlungen zwischen der Lufthansa und der Unabhängigen Flugbegleiter Organisation (Ufo) wurden in der dritten Runde ergebnislos beendet. "Wir haben die Verhandlungen abgebrochen und reden jetzt über Arbeitskampfmaßnahmen", sagte Ufo-Verhandlungsführer Joachim Müller.

Bereits in der nächsten Woche könne es zu ersten Arbeitsniederlegungen kommen. Wann und wo diese stattfinden könnten, solle in den kommenden Tagen entschieden werden, sagte Müller.

Die Friedenspflicht ist zu Jahresbeginn ausgelaufen. Die Ufo will für die rund 14.000 Beschäftigten ein Lohn- und Gehaltsplus von 15 Prozent für zwölf Monate erstreiten. Die Lufthansa hatte in ihrem ersten Angebot eine Lohnerhöhung von 6,1 Prozent für 14 Monate und eine Ergebnisbeteiligung für das laufende Jahr von bis zu drei Prozent geboten.

Ein längerer Arbeitskampf käme für das Unternehmen in der ohnehin schwierigen Wirtschaftslage zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Bei vergangenen Tarifkonflikten hatte schon die Ankündigung von Streiks zu Buchungsrückgängen bei der größten deutschen Fluggesellschaft geführt.

Ein groß angelegter Streik wäre aber auch für die 1992 gegründete Gewerkschaft eine Bewährungsprobe. Sie ist erst seit 2002 offiziell anerkannter Tarifpartner der Lufthansa und hat noch nie in ihrer Geschichte zu einem Streik aufgerufen. Allerdings ist Ufo wesentlich besser organisiert als die konkurrierende Gewerkschaft Verdi. "Unser Rückhalt bei den Beschäftigten ist sehr hoch", gab sich Müller zuversichtlich.

amz/AP/Reuters

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