Tarifstreit: Marburger Bund beharrt auf Forderungen - DER SPIEGEL
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Tarifstreit Marburger Bund beharrt auf Forderungen

Ärzte im Osten sollen genauso viel verdienen wie ihre West-Kollegen: Der Marburger Bund steht im Tarifstreit unverrückbar hinter seinen Forderungen. Diese beinhalten auch zehn Prozent mehr Lohn. Die Arbeitgeber bieten fünf - und zeigen sich vor den Verhandlungen dennoch optimistisch.
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Frankfurt am Main - Wenn es nach den Arbeitgebern geht, ist der Tarifstreit der Ärzte an den kommunalen Kliniken Ende der Woche beigelegt. Das Angebot stehe, eine Einigung sei absehbar, teilte die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA). Dass die angebotene Lohnerhöhung von rund fünf Prozent nur zur Hälfte der Forderung des Marburger Bundes entspricht, scheint nicht zu stören.

Die Ärztegewerkschaft teilte mit, sie werde nicht von den angepeilten 10,9 Prozent mehr Lohn und einer umgehenden Angleichung der Ostgehälter an das Westniveau nicht abrücken.

Nach einem Bericht des " Westfalen-Blatts" sieht das Angebot der VKA neben der Gehaltserhöhung in zwei Schritten eine einmalige Sonderzahlungen vor. Zudem solle auf eine Erhöhung der Wochenarbeitszeit von 40 auf 41,5 Stunden für die 55.000 Ärzte an den kommunalen Kliniken verzichtet werden.

Bei der letzten Verhandlungsrunde bot die VKA noch eine Gehaltssteigerung von vier bis 4,5 Prozent für zwei Jahre bei einer Arbeitszeitverlängerung an. Die nächste Verhandlungsrunde findet am Donnerstag und Freitag in Wiesbaden statt.

Die Gewerkschaft hatte im September 2005 die bisherige Tarifkooperation mit der Gewerkschaft Ver.di aufgekündigt und erstmals eigenständige Tarifverhandlungen mit den Arbeitgebern geführt. Daher gilt der zuletzt erzielte Tarifabschluss im öffentlichen Dienst nicht für die vom Marburger Bund vertretenen Klinikärzte.

sil/AP