Tarifstreit: Warnstreik bei Bahn - Millionen droht Verspätung - DER SPIEGEL
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Tarifstreit Warnstreik bei Bahn - Millionen droht Verspätung

Millionen Pendler müssen Freitagfrüh mit massiven Verspätungen auf dem Weg zur Arbeit rechnen. Nachdem die Tarifgespräche über das Beschäftigungsbündnis bei der Bahn abgebrochen wurden, riefen die Gewerkschaften Transnet und GDBA zu Warnstreiks auf. Der Schwerpunkt soll in Nordrhein-Westfalen liegen.
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Berlin - Die Gespräche zwischen Gewerkschaft und Bahn-Vorstand hätten keine Lösung gebracht, sagte ein mit den Verhandlungen Vertrauter. Vor Beginn der Gespräche hatte der Chef der Eisenbahner-Gewerkschaft Transnet, Norbert Hansen, Warnstreiks für Morgen angekündigt, falls es keine Lösung in der Frage der Arbeitsplatzgarantien gebe.

Unter anderem in Nordrhein-Westfalen sei mit massiven Behinderungen im Zugverkehr zu rechnen, sagte ein Transnet-Sprecher. Gestreikt werde in Köln, Dortmund, Düsseldorf, Duisburg und Paderborn, sowie darüberhinaus in Wuppertal, Saarbrücken und Trier. Betroffen seien der Nahverkehr, der Fernverkehr und der Güterverkehr.

Die bis 2010 vereinbarte Arbeitsplatzgarantie für rund 130.000 Bahner gilt bisher nur für den Fall, dass die Deutsche Bahn in bestehender Form - also mit Schienennetz - privatisiert wird. Dies ist aber noch offen.

Regierung und Vertreter der Koalition führten dazu parallel zu den Tarifgesprächen Gespräche, die aber zunächst ohne Ergebnis blieben. Die Gewerkschaften wollten beim Bahn-Vorstand erreichen, dass die Arbeitsplatzgarantie unabhängig vom Privatisierungsmodell gilt oder die Bahn mit Netz privatisiert wird. In diesem Punkt unterstützten sie damit aber auch Bahnchef Hartmut Mehdorn, der dieses Ziel seit Jahren verfolgt.

asc/AP/Reuters