Tarifverhandlungen Marburger Bund bricht Gespräche ab
Düsseldorf - Die Ärztegewerkschaft beendete die Gespräche mit den Arbeitgebern, nachdem erneut keine Annäherung in der Gehaltsfrage erzielt worden war. Der Marburger Bund kündigte an, die Streiks an Kreiskrankenhäusern und städtischen Kliniken auszuweiten.
Die Vertreter der Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) hatten am Morgen vor der Wiederaufnahme der Gespräche noch einmal betont, dass ein Abschluss auf dem Niveau der Bedingungen für Universitätsärzte Grundvoraussetzung für eine Einigung sei. Andernfalls stehe die Fortsetzung der Gespräche in Frage. Die Arbeitgeberseite hatte betont, die Verhandlungen nicht abbrechen zu wollen.
Bei den Verhandlungen am Montag hatte es zunächst Bewegung bei den Themen Arbeitsbedingungen und Arbeitszeit gegeben. "Die elektronische Arbeitszeiterfassung ist ein kleiner aber wichtiger Schritt", sagte der Verhandlungsführer des Marburger Bundes, Lutz Hammerschlag. Sein Gegenüber auf Arbeitgeberseite, Otto Foit, betonte, dass das Angebot der Arbeitgeber zu den Arbeitsbedingungen besser sei als der Abschluss des MB mit den Unikliniken vor einigen Wochen.
Der entscheidende Punkt blieb jedoch das Geld: Der Marburger Bund hatte in der vergangenen Woche ein Angebot als unzureichend abgelehnt, das Gehaltssteigerungen bei Assistenzärzten von bis zu 600 Euro vorsah.
mik/AP/Reuters