Tauschgeschäft: Wird Aral österreichisch? - DER SPIEGEL
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Tauschgeschäft Wird Aral österreichisch?

Das Tankstellennetz des größten deutschen Mineralölkonzerns Aral geht möglicherweise an das österreichische Unternehmen OMV. Im Gegenzug will die Aral-Muttergesellschaft E.ON angeblich das Gasgeschäft der OMV mit der eigenen Sparte zusammenführen.
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Bochum/Wien - Im Gespräch sei eine Abgabe des gesamten Aral-Netzes mit europaweit knapp 2800 Stationen, berichtete die "WAZ". Von den betroffenen Unternehmen war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Bereits in der vergangenen Woche hatte die österreichische Tageszeitung "Die Presse" über eine mögliche Fusion des börsennotierten österreichischen Mineralölkonzerns OMV mit der zum E.ON-Konzern gehörenden Aral-Muttergesellschaft Veba Oel berichtet. Nach Informationen der Zeitung wären sowohl die Erdöl- als auch die Gassparte der beiden Unternehmen betroffen. Eine offizielle Einigung werde in den kommenden Wochen erwartet.

Aral-Vorstandschef Günter Michels hatte erst im Frühjahr über einen "dramatischen Preiskrieg" auf dem deutschen Tankstellenmarkt geklagt. Durch den harten Preiskampf habe sich der nicht näher bezifferte Gewinn des größten deutschen Mineralölkonzerns um 15 Prozent reduziert. Der Aral-Umsatz erhöhte sich im vergangenen Jahr um 1,4 Milliarden Mark auf 20,81 Milliarden Mark. Der Umsatz der OMV liegt bei etwa 10,5 Milliarden Mark. Der österreichische Staat hält noch 35 Prozent der OMV-Anteile.

Mit 2381 Stationen ist Aral Marktführer auf dem deutschen Tankstellenmarkt. In Österreich ist die E.ON-Tochtergesellschaft mit 167 Tankstellen vertreten. Daneben betreibt der deutsche Mineralölkonzern Tankstellen in Polen, Tschechien, Ungarn und der Slowakischen Republik.