Technische Probleme Airbus bricht A380-Testflug ab
Hamburg - Wie eine Sprecherin des europäischen Airbus-Konsortiums mitteilte, konnten die Piloten aufgrund widersprüchlicher Angaben auf einer Anzeigentafel nicht feststellen, ob das Fahrwerk eingefahren war oder nicht. Sie seien daher 34 Minuten nach dem Abflug umgekehrt und problemlos gelandet. Der Testflug solle zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.
Nach Angaben von Airbus habe es sich um eine "kleinere technische Angelegenheit" gehandelt. Die Sicherheit des Testteams sei nicht in Frage gestellt gewesen. Details zu dem Problem nannte das Unternehmen nicht. Nach Angaben der Airbus-Sprecherin habe der Vorfall nur deshalb Aufmerksamkeit erregt, weil wartende Journalisten im tunesischen Tozeur-Nefta enttäuscht waren, als sie hörten, dass die erwartete Maschine heute doch nicht in Tunesien landen würde und sie den Jet daher nicht sehen könnten.
Das Unternehmen verfügt insgesamt über fünf Testflugzeuge von Typ A380. Seit April 2005 haben diese 582 Flüge mit insgesamt 1832 Flugstunden absolviert - darunter in Gebieten, in denen extreme Kälte oder große Hitze herrscht. Das mit 555 Sitzplätzen größte Passagierflugzeug der Welt landete auch schon auf dem Flughafen von Medellin in Kolumbien, der in 1500 Meter Höhe liegt. Ab der kommenden Woche sollen die ersten Testflüge mit Passagieren an Bord beginnen - dazu wurden interessierte Mitarbeiter des europäischen Airbus-Konsortiums per Los ausgewählt.
kaz/AP/AFP