Teigwaren-Takeover: Barilla will Kamps übernehmen - DER SPIEGEL
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Teigwaren-Takeover Barilla will Kamps übernehmen

Der italienische Nudel-Konzern Barilla will Europas größte Bäckerei Kamps übernehmen. Ein Unternehmen aus der Barilla-Gruppe machte ein Angebot an die Kamps-Aktionäre.
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Düsseldorf/Parma - Die ffyynnon Vierundzwanzigsten Vermögensverwaltungs AG bietet 12 Euro je Kamps-Aktie, hieß es in einer Börsenmitteilung am Montag. Ffynnon wird mittelbar von der Fin. Ba S.p.A., einer Holding-Gesellschaft der Barilla Gruppe, gehalten. Barilla besitzt mit Wasa bereits eine führende Knäckebrot-Marke in Europa.

Für den übernahmehungrigen Großbäcker Kamps wuchs nach Rückgang des Aktienkurses im vergangenen Jahr die Gefahr, schließlich selbst geschluckt zu werden. Rund 85 Prozent der Aktien befinden sich in Streubesitz. Die Kamps AG selbst muss nach ihrem Expansionshunger in den Vorjahren eine Verdauungspause einlegen. Der Jahresüberschuss schrumpfte 2001 durch hohe Firmenwertabschreibungen und durch einen gestiegenen Zinsaufwand auf 5,5 Millionen Euro. Dies ist fast nur noch ein Zehntel des Vorjahresergebnisses von 47,3 Millionen Euro.

Der Umsatz von Kamps wuchs 2001 um 14 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Ein Drittel der Erlöse wurde im Ausland erzielt. Der Barilla- Umsatz war im vergangenen Jahr um fünf Prozent auf 2,2 Milliarden Euro gestiegen. Die Aktie des Bäckerei-Konzerns Kamps   schoss nach dem Übernahmeangebot des italienischen Nudel-Spezialisten binnen weniger Minuten um gut elf Prozent auf 11,99 Euro hoch.