TelDaFax: Telekom lässt 01030 wieder leben - DER SPIEGEL
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TelDaFax Telekom lässt 01030 wieder leben

TelDaFax darf wieder Telefongespräche vermitteln. Nach der Zahlung von fünf Millionen Mark gab die Telekom die Leitungen wieder frei.
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Marburg - Die angeschlagene Marburger TelDaFax, die mit einem zweistelligen Millionenbetrag bei der Deutschen Telekom in der Kreide steht, darf weitermachen. Nach einer einstweiligen Verfügung beim Landgericht Köln und der Überweisung von fünf Millionen Mark wurden die Verbindungen von TelDaFax wieder geschaltet.

Das Landgericht hatte die einstweilige Verfügung an die Auflage gebunden, dass TelDaFax pro Woche fünf Millionen Mark im Voraus für die Nutzung des Telekom-Festnetzes bezahlt. "Das Geld, das wöchentlich fällig wird, das haben wir", sagte Vertriebsvorstand Stefan Koch. Der Betrag sei durch eine Großbank gesichert. Offen sei derzeit noch, wie viele der nach seinen Angaben 144.000 Vertragskunden, die TelDaFax vor der Abschaltung am 5. April hatte, zurückgewonnen werden können.

Während Telekom-Sprecher Stephan Broszio die Zahlungsrückstände von TelDaFax mit 90 Millionen Mark angab, bezifferte sie Koch mit 73 Millionen Mark. Dieser Summe stünde zudem ein Millionen-Betrag aus Call-by-Call-Gebühren gegenüber, den die Telekom im Auftrag von TelDaFax bei den Kunden einziehen muss.

Nach Angaben des Telekom-Sprechers hat der Bonner Konzern gegen den Beschluss des Kölner Landgerichts noch am Donnerstag Widerspruch eingelegt. "Am Schuldenstand hat sich schließlich nichts geändert", begründete er.

Die Deutsche Telekom hatte in den vergangenen Monaten vier größeren Telefongesellschaften, die mit Billigtarifen Kunden werben, wegen offener Rechnungen die Leitungen abgeschaltet. Nach Medienberichten sollen sich diese Forderungen der Telekom auf insgesamt eine Milliarde Mark belaufen.