Telekom auf Partnersuche: Mit Freeserve wird es nichts - DER SPIEGEL
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Telekom auf Partnersuche Mit Freeserve wird es nichts

Die Übernahme des größten britischen Internetanbieters Freeserve durch die Telekom ist kurz vor ihrer Bekanntgabe gescheitert. Eine weitere peinliche Schlappe für Ron Sommers Plan, durch Firmenübernahmen zu glänzen.
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London/Bonn - Wie industrienahe Kreise am Wochenende berichten, hat sich die Deutsche Telekom aus den Gesprächen mit Freeserve zurückgezogen.

Am britischen Aktienmarkt war erwartet worden, dass die Übernahme für sechs Milliarden Pfund am Dienstag mit den jüngsten Zahlen von Freeserve bekannt gegeben wird. Nach der Erklärung von Freeserve, keinen potenziellen Käufer mehr zu haben, brach deren Aktienkurs in London um gut 15 Prozent ein.

Die britische Computerhandelskette Dixons Group versucht seit längerem, ihre 80-prozentige Beteiligung an Freeserve zu verkaufen. Im Gespräch als Kaufinteressent ist auch die Kabelfernsehgesellschaft NTL Inc., New York. Freeserve erklärte am Morgen, es sei von keinem der möglichen Interessenten ein Angebot eingegangen und es werde jetzt nur noch über Teilverkäufe geredet.

Ein Telekom-Sprecher hatte am Samstag eine Stellungnahme abgelehnt. Zu möglichen Übernahmen sagte er lediglich, sein Unternehmen "halte weiterhin die Augen offen".

Die Kaufsumme von sechs Milliarden britischen Pfund sei nicht der Grund für das Scheitern der Gespräche, hieß es in Unternehmenskreisen. Noch sei es auch nicht zu spät, die Gespräche wieder aufzunehmen.

Wie DER SPIEGEL berichtet, war eine Fusion der Deutschen Telekom mit der spanischen Telefónica in letzter Minute an der Frage gescheitert, wo die Konzernzentrale angesiedelt werden sollte. Das deutsche Unternehmen habe nicht nach Madrid ziehen wollen, das spanische nicht nach Bonn.