Telekom-Aufsichtsratschef: Blackstone will Zumwinkel loswerden - DER SPIEGEL
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Telekom-Aufsichtsratschef Blackstone will Zumwinkel loswerden

Der Telekom-Anteilseigner Blackstone hat einer Zeitung zufolge nicht nur am nun scheidenden Konzernchef Ricke einiges auszusetzen: Einer Zeitung zufolge will der Finanzinvestor auch Aufsichtsratschef Zumwinkel loswerden. Dagegen wehrte sich bisher aber der Bund.
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Hamburg - Blackstone habe schon bei der Ablösung von Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke vor drei Wochen dafür geworben, dass auch Post-Chef Klaus Zumwinkel sein Amt als Telekom-Aufsichtsratschef aufgeben solle, berichtete die "Financial Times Deutschland". Mit einigem Nachdruck habe der Finanzinvestor bei Finanzminister Peer Steinbrück für einen Doppel-Schlag geworben. Die Bundesregierung als größter Aktionär des Bonner Konzerns habe dies aber abgelehnt.

"Blackstone hält Zumwinkel für einen guten Manager, aber bei der Telekom auf dem falschen Job", sagte dem Blatt zufolge ein Insider. Der amerikanische Finanzinvestor wolle auf dem Posten von Zumwinkel lieber einen versierten Telekomexperten, schreibt die Zeitung weiter. Zumwinkel fehle das Detailwissen. Außerdem sei der Post-Chef in einer schwierigen Situation. Nicke er als Telekom-Oberaufseher Einschnitte ab, die die Arbeitnehmer treffen, drohe ihm Ärger mit den Arbeitnehmervertretern im eigenen Konzern.

Dieses Problem sähen zwar auch die Vertreter des Bundes, doch letztlich sei der erwartbare Aufruhr unter den deutschen Top-Managern im Falle einer vorzeitigen Ablösung Zumwinkels in Berlin als zu hohes Risiko eingeschätzt worden. Außerdem hätte eine Abberufung Zumwinkels den Einfluss des Finanzinvestors bei der Telekom allzu offensichtlich gemacht. Blackstone kontrolliert 4,4 Prozent der Telekom und ist damit der größte Einzelaktionär nach dem Bund. Der Bund hält über die KfW-Bankengruppe und direkt insgesamt rund ein Drittel der T-Aktien.

ase/dpa-AFX