Telekom Bund steht zu Ron Sommer
"Wir haben zu Ron Sommer und seiner Geschäftspolitik volles Vertrauen", versicherte Finanzminister Hans Eichel vergangene Woche. Wenige Tage vorher hatte Eichel den Telekom-Chef zu einem Gespräch ins Finanzministerium gebeten; Sommer sei regelrecht "einbestellt" worden, schrieb die "Financial Times Deutschland".
Für Eichel dagegen war es ein "ganz normales Gespräch, das es regelmäßig zwischen Bund und Telekom gibt, das aber angesichts der jüngsten Kursentwicklung ein bisschen intensiver war als sonst."
Der Hintergrund: Dem Bund gehören immer noch 43 Prozent des ehemaligen Staatsunternehmens, und der Finanzminister ist auf Verkäufe der T-Aktie angewiesen, weil er jährlich mehrere Milliarden Mark für die Pensionen der ehemaligen Postbeamten benötigt.
Allerdings hat der Bund noch rund sieben Milliarden Euro aus früheren Privatisierungsschritten auf der hohen Kante. "Das reicht für die nächsten beiden Jahre", sagte Eichel, "kurzfristige Verkäufe von Aktienpaketen sind nicht nötig."