Telekom: Eichel lobt Sommers Gehaltsrückzieher - DER SPIEGEL
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Telekom Eichel lobt Sommers Gehaltsrückzieher

Bundesfinanzminister Hans Eichel hat den Verzicht des Vorstandes der Deutschen Telekom auf Aktienoptionen begrüßt. Er stellte sich bei dieser Gelegenheit ausdrücklich hinter Telekom-Chef Ron Sommer.
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Berlin - "Ich glaube, dass der Vorstand eine weise Entscheidung getroffen hat in der gegenwärtigen Situation", sagte Eichel beim Jahrestreffen Wirtschaft, Politik und Bundesunternehmen in Berlin. Auf die Frage, ob der Bund Druck auf die Entscheidung des Telekom-Vorstandes ausgeübt habe, wollte Eichel nicht eingehen.

"Die Position von Herrn Sommer steht in gar keiner Weise in Frage", sagte Eichel auf Nachfragen zur Unterstützung für den umstrittenen Konzernvorstand. Sommer selbst sagte bei der Veranstaltung, die Entscheidung sei getroffen worden, um aus der Diskussion in der heißen Phase den Wind herauszunehmen. Generell verteidigte er jedoch das Konzept von Aktienoptionen für Führungskräfte.

Wie wenig Eichel zurzeit auf die Telekom gibt, lässt sich unterdessen an einer anderen Bemerkung ablesen. Nach seiner Auskunft plant der Bund angesichts der gegenwärtigen Börsenverfassung und den Kursen von Deutscher Telekom und Deutscher Post gegenwärtig keine weiteren Aktienverkäufe. Die Privatisierungspolitik des Bundes gehe zwar konsequent weiter, jedoch unter Berücksichtigung der jeweiligen Lage an der Börse, betonte Eichel.

Er wies darauf hin, dass der Bund ab 2004 gar nicht mehr mit Privatisierungserlösen im Haushalt plane; diese würden ab dann ausschließlich zur Schuldentilgung eingesetzt. Für 2002 habe der Bund mit Blick auf die für den Haushalt nötigen Privatisierungserlöse das Geld auf der hohen Kante, für 2003 brauche man jedoch noch einmal Geld aus Privatisierungen. Dieses soll, wie Eichel andeutete, zum gegebenen Zeitpunkt aus einem Verkauf von Aktien an die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) erlöst werden, bei der solche Bundestitel bei schwachen Börsenkursen üblicherweise geparkt werden.

Die Fördertätigkeit der KfW werde hiervon nicht beeinträchtigt, versicherte Eichel. Er betonte, dass die Bestände, die der Bund halte, auch bei den sehr niedrigen Kursen mehr als ausreichten, um 2003 die von den Erlösen zu bestreitenden Beiträge zur Postunterstützungskasse zu finanzieren.