Telekom: Erste Warnstreiks gegen Lohnkürzung - DER SPIEGEL
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Telekom Erste Warnstreiks gegen Lohnkürzung

Gedroht hat Ver.di schon lange, nun macht die Gewerkschaft Ernst: Mit ersten Warnstreiks haben heute rund 1000 Telekom-Mitarbeiter gegen Lohnkürzungen protestiert. Der Konzern will 50.000 Stellen verlagern.
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Berlin - Die Warnstreiks betrafen Berlin, Niedersachsen und Bremen. Nach Angaben der Gewerkschaft beteiligten sich rund 1.000 Beschäftigte an den Arbeitsniederlegungen. Die Auswirkung der Streikaktionen auf die Verbraucher hielt sich allerdings in Grenzen.

Deutschlands größter Telekommunikationskonzern will rund 50.000 Mitarbeiter in Service-Gesellschaften ausgliedern, wo sie für weniger Geld länger arbeiten sollen. Die Gewerkschaft erwarte morgen bei der Fortsetzung der Tarifgespräche ein klares Signal des Telekom-Vorstandes, sagte Ver.di-Verhandlungsführer Lothar Schröder. Wenn dieses Signal ausbleibe, sei mit weiteren Warnstreiks zu rechnen.

Die Deutsche Telekom   will die Arbeitszeit der 50.000 betroffenen Mitarbeiter ohne Lohnausgleich von derzeit 34 auf mindestens 38 Stunden anheben. Außerdem sollen die Einstiegsgehälter drastisch um bis zu 42 Prozent gesenkt werden. Der Konzern will auf diese Weise seine Kostenstruktur dem Branchenniveau anpassen.

Ein Telekom-Sprecher sagte, die Warnstreiks änderten nichts an der Notwendigkeit von Einsparungen im Servicebereich. Er forderte die Gewerkschaft auf, endlich konkret über die Inhalte des vom Unternehmen vorgelegten Verhandlungspakets zu reden. "Die Beschäftigten brauchen Klarheit, was kommt", meinte der Unternehmenssprecher. Die Telekom will noch in diesem Monat eine Einigung erzielen.

Die ersten Warnstreiks hatten in Berlin bereits um 06.00 Uhr begonnen. Betroffen waren der technische Kundendienst und der Call-Center-Bereich. "Die Auswirkungen auf die Leute halten sich noch in Grenzen. Wir haben ja nicht alles zugemacht. Es soll nur eine Warnung in Richtung Telekom sein, sich zu bewegen", sagte ein Ver.di-Sprecher vor Ort. Fast alle Mitarbeiter seien dem Aufruf gefolgt, eine komplette Schicht lang die Arbeit ruhen zu lassen.

wal/AP