Telekom: Nur das Telefon macht Gewinn - DER SPIEGEL
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Telekom Nur das Telefon macht Gewinn

Die Telekom hat ein durchwachsenes Quartalsergebnis vorgelegt. Von den vier Säulen des Konzerns macht derzeit einzig die Telefonsparte Gewinn.
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Bonn - Das geht aus dem am Mittwoch in Bonn veröffentlichten Quartalsbericht des Unternehmens hervor, in dem erstmals das Ergebnis aufgeschlüsselt nach den vier "Säulen" der Tätigkeitsbereiche dargestellt wird. Insgesamt bestätigen die endgültigen Quartalszahlen das bereits bekannte Umsatzplus von 16,2 Prozent auf 11,1 Milliarden Euro und einen Konzernverlust von 358 Millionen Euro.

Nach der Aufschlüsselung erzielte T-Com mit 117.839 Beschäftigten im ersten Quartal einen Umsatz von 6,7 Milliarden Euro und ein Ergebnis vor Steuern von 947 Millionen Euro. Zu diesem Bereich gehören unter anderem das Telefonfestnetz, das Breitbandkabelnetz sowie das Segment Endgeräte. Im gesamten Jahr 2000 hatte die Division einen Umsatz von 27,6 Milliarden Euro und ein Ergebnis von 4,4 Milliarden Euro erzielt. Das Ebitda, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, betrug im ersten Quartal 2,1 Milliarden Euro nach 1,9 Milliarden Euro im ersten Quartal 2000.

Mobilfunk schreibt rote Zahlen

T-Systems erreichte mit 40.473 Beschäftigten einen Umsatz von 3,3 Milliarden Euro. Die Telekom wies für diese Division einen Verlust von 132 Millionen Euro vor Steuern aus. Für das Jahr 2000 hatte sie bei einem Umsatz von 10,7 Milliarden Euro einen Gewinn von 2,5 Milliarden Euro in diesem Sektor erzielt. Das Ebitda betrug im ersten Quartal 187 Millionen Euro nach 3,3 Milliarden Euro im ersten Vierteljahr 2000. Das hohe Ergebnis damals wurde vor allem durch den Verkauf von Global One für 2,9 Milliarden Euro erreicht.

T-Mobile (Mobilfunk) erreichte im ersten Quartal 2001 einen Umsatz von 2,7 Milliarden Euro. 19.429 Mitarbeiter mussten einen Verlust von 662 Millionen Euro hinnehmen. Für das gesamte Jahr 2000 verzeichnete die Mobilfunkdivision der Telekom einen Umsatz von 10,4 Milliarden Euro, aber einen Verlust von 2,3 Milliarden Euro. Das Ebitda im ersten Quartal 2001 lag bei 590 Millionen Euro gegenüber 350 Millionen Euro vor Jahresfrist.

Verlustreiches Internet-Geschäft

T-Online, die Internet-Division der Telekom, erreichte mit 2.987 Mitarbeitern einen Umsatz von 361 Millionen Euro. Der Verlust wurde mit 27 Millionen Euro angegeben. Für das Jahr 2000 wird ein Gesamtumsatz von 1,1 Milliarden Euro angegeben, bei einem Gewinn von 2,4 Milliarden Euro. Das Ebitda von T-Online International lag im ersten Quartal bei minus 66 Millionen Euro. Im ersten Vierteljahr 2000 war noch ein Gewinn von 39 Millionen Euro angegeben worden. Zusammen mit der T-Online zugeordneten Gesellschaft DeTeMedien lag das Ebitda im ersten Quartal 2001 bei minus 27 Millionen Euro.

Die Telekom-Spartenbilanz weist außerdem noch einen Bereich Sonstiges aus, zu dem unter anderem die Konzernzentrale, die Kundenabrechnung und der Immobilienbesitz gehören. 49.007 Mitarbeiter in diesem Bereich setzten im ersten Quartal 2001 rund 1,8 Milliarden Euro um und schrieben damit einen Verlust von 113 Millionen Euro. Für das ganze Jahr 2000 wurde der Umsatz mit 7,1 Milliarden Euro bei 1,4 Milliarden Euro Gewinn angegeben. Das Ebitda in diesem Segment lag bei 686 Millionen Euro nach 149 Millionen Euro im ersten Quartal des Vorjahres.