Telekom-Prognose: Keine Gewinne bis 2005 - DER SPIEGEL
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Telekom-Prognose Keine Gewinne bis 2005

Die Telekom hat erstmals eingeräumt, dass die Dividende für dieses Jahr wahrscheinlich stark beschnitten wird oder ganz ausfällt. Nach eigenen Prognosen wird das Unternehmen auch in den kommenden zwei Jahren Verluste schreiben.
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Bonn - Fast täglich präsentiert die Telekom neue Ideen, um ihren Willen zum Abbau ihres 66 Milliarden Euro hohen Schuldenberges zu bekunden. Dabei wirken manche der Sparpläne wie Stückwerk. Die abermalige, angebliche Nullrunde für 4000 Führungskräfte, über die am Mittwoch auf dem Börsenparkett spekuliert wurde, wird zum Beispiel gerade mal einen einstelligen Millionenbetrag einsparen.

Nun haben Vertreter des Unternehmens erstmals eingeräumt, dass auch die Aktionärs-Privilegien erneut eingeschränkt werden könnten. Es werde im Moment diskutiert, die Dividende ganz zu streichen oder noch weiter zu kürzen, sagte der Leiter der Abteilung Investor Relations, Thilo Kusch am späten Mittwoch.

Kusch stellte noch weitere Sparmaßnahmen vor: So wolle die Telekom in den nächsten anderthalb Jahren ihre Beteiligungen an Satelliten und an den Mobilfunkgesellschaften in Asien verkaufen. Insgesamt will der Konzern seine Nettoverbindlichkeiten bis Ende 2003 auf rund 50 Milliarden Euro reduzieren. Die bisher offiziell bekannt gegebenen Maßnahmen reichen aber nur für einen Abbau auf 54 bis 57 Milliarden.

Der Schuldenabbau ist umso dringlicher, als die Telekom wohl noch lange rote Zahlen schreiben wird. Nach dem jetzigen Stand werde es bis 2005 dauern, bis der Konzern wieder ein positives Nettoergebnis ausweise, sagte Kusch.

Wie finster die Lage bei der Telekom ist - das zeigte sich auch daran, dass Kusch versuchte, eine nicht wirklich gute Nachricht ins Positive zu drehen: Der Verlust, der im ersten Halbjahr 3,9 Milliarden Euro betragen hatte, werde im zweiten Halbjahr nicht ganz so hoch liegen.