Telekom Regulierer verbietet DSL-Rabatte
Bonn - Das so genannte "Net-Rental"-Modell der Deutschen Telekom verzerre den Wettbewerb und sei daher nicht mit dem Gesetz vereinbar, hieß es von der Behörde heute.
Die Telekom-Festnetzsparte T-Com hat seit Jahresanfang Großabnehmern von Breitbandanschlüssen wie United Internet zum Teil deutliche Rabatte eingeräumt. Die bevorteilten Unternehmen konnten daher ihre Margen im DSL-Wettbewerb schonen. Die zugebilligten Margen seien bis zu drei Mal höher zu Gunsten der größeren Anbieter gewesen, sagte der Präsident der Netzagentur, Matthias Kurth.
Ein Sprecher der Telekom bedauerte das Votum des Regulierers. "Wir können die Entscheidung nicht nachvollziehen." Das Unternehmen prüfe nun die Dokumente und werde dann über mögliche rechtliche Schritte entscheiden. Konkurrenten begrüßten dagegen die Entscheidung.
"Das ist ein wichtiger Schritt für die Gleichbehandlung der Anbieter", sagte Versatel-Chef Peer Knauer. Auch die Branchenverbände Breko und VATM sehen die Chancengleichheit wieder hergestellt. Profitiert hatte von den "Net-Rental"-Modellen vor allem United Internet . Die Aktie des Anbieters gab zwischenzeitlich um knapp neun Prozent nach.
Der deutsche DSL-Markt wächst rapide, was sich auch im harten Konkurrenzkampf niederschlägt. Unangefochtener Marktführer ist die Telekom. Nach Einschätzung von Experten wird der DSL-Markt in diesem Jahr um rund 40 Prozent auf 14,5 Millionen Anschlüsse zulegen.
itz/dpa