Telekom: Ron Sommer im Visier der Staatsanwaltschaft - DER SPIEGEL
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Telekom Ron Sommer im Visier der Staatsanwaltschaft

Telekom-Chef Ron Sommer droht neuer Ärger. Staatsanwälte ermitteln wegen Aktionärsbetrugs.
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Bonn - Sommer, so der Verdacht, könnte über Jahre hinweg von der Falschbewertung der Immobilien gewusst haben, ohne entsprechend zu reagieren, also die Bilanzen zu korrigieren.

Bisher hatten die Ermittler neben diversen Managern hauptsächlich den ehemaligen Telekom-Finanzvorstand Joachim Kröske wegen Falschbilanzierung und Kapitalbetrugs unter Verdacht. Der Grund: Ein Jahr vor dem Telekom-Börsengang 1996 hatte das Unternehmen 35.000 Immobilien bewertet, um eine Eröffnungsbilanz erstellen zu können.

Wie ein von der Bonner Staatsanwaltschaft angefordertes Gutachten inzwischen ergab, wurde der Immobilienbesitz dabei deutlich zu hoch angesetzt. Daraufhin hatte Kröske-Nachfolger Karl-Gerhard Eick die Bilanz vor wenigen Wochen völlig überraschend um 3,9 Milliarden Mark korrigiert. Die Staatsanwaltschaft vermutet nun, dass Sommer schon seit geraumer Zeit von der Überbewertung Kenntnis gehabt haben könnte.

Zumindest liegen den Ermittlern entsprechende Schreiben vor, in denen Telekom-Manager und externe Gutachter den ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Helmut Sihler und den Telekom-Vorstand bereits frühzeitig auf eine drohende Falschbewertung hingewiesen haben. Die Telekom weist solche Vorwürfe als "unbegründet" zurück. Die Bewertung der Immobilien, heißt es dort unter Berufung auf diverse externe Gutachten, sei ordnungsgemäß vorgenommen worden.