Telekom-Tarifstreit: Geißlers Schlichterspruch - DER SPIEGEL
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Telekom-Tarifstreit Geißlers Schlichterspruch

Das monatelange Tauziehen zwischen der Telekom und der Gewerkschaft Ver.di um einen Tarifvertrag geht seinem Ende zu: Schlichter Heiner Geißler hat sich für eine Lohnerhöhung von drei Prozent und Einmalzahlungen ausgesprochen. Bis nächsten Mittwoch soll das Thema endgültig vom Tisch sein.
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Frankfurt am Main – Neben der dreiprozentigen Lohnerhöhung sieht der Vorschlag des CDU-Politikers eine Einmalzahlung von 350 Euro für die Angestellten vor. Die 47.000 Beamten sollen Einmalzahlung von 635 bis 735 Euro erhalten und damit am wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens beteiligt werden, sagte Geißler.

Der Schlichterspruch bedeutet noch keine Einigung zwischen den Tarifparteien. Der Vorschlag von Geißler muss nun von den zuständigen Gremien der beiden Partner abgesegnet werden. Der Telekom-Vorstand   und die Ver.di-Tarifkommission wollen am Dienstag zu Beratungen zusammen kommen. Bis Mittwoch muss eine Einigung erzielt werden.

Geißler war als Schlichter berufen worden, weil die Verhandlungen um einen neuen Tarifvertrag für die 110.000 Telekom-Beschäftigten Mitte Mai endgültig geplatzt waren. Die Telekom hatte bei der fünften Verhandlungsrunde eine Kombination aus einer Einmalzahlung und einem Mitarbeiter-Aktienprogramm angeboten. Die Arbeitnehmer sollten danach einmalig 730 Euro bekommen. Allen Mitarbeitern wollte das Konzernmanagement zudem in diesem und dem kommenden Jahr Aktien im Wert von insgesamt 270 Euro zukommen lassen.

Ver.di lehnte den Vorschlag ab - ein neues Angebot wollte die Telekom nicht machen. Die Forderung der Gewerkschaft nach sechs Prozent mehr Lohn hat der Konzern mit dem Hinweis auf sinkende Umsätze der Festnetz-Sparte T-Com stets als realitätsfern zurückgewiesen.

ase/AFP/dpa-AFX/Reuters