Telekom-Umbau: Das mögliche Ende der Dreifaltigkeit - DER SPIEGEL
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Telekom-Umbau Das mögliche Ende der Dreifaltigkeit

Mit seiner neuen Strategie "Telekom 2010" enttäuscht Kai-Uwe Ricke die Experten. Wenig Neues hätte der Telekom-Chef da verkündet, so ihr einhelliges Urteil. Die offiziellen Ankündigungen seien nur ein Ablenkungsmanöver, heißt es nun - Ricke plane einen weitreichenden Konzernumbau.
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Hamburg - Kosten senken, Effizienz erhöhen, Fokus auf Innovation: Alles schon gehört, sagen Experten. Das Programm "Telekom 2010" bietet für sie keine Überraschungen. Dabei könnte es besonders den Telekom-Managern bald an den Kragen gehen: Laut einem Bericht "Financial Times Deutschland" (FTD) arbeitet ihr Chef Kai-Uwe Ricke an der Abschaffung des bisherigen Drei-Säulen-Modells.

Bisher ist die Telekom   in drei operative Einheiten geteilt: T-Mobile kümmert sich um die Handybranche, das Festnetz fällt in den Zuständigkeitsbereich von T-Com und Geschäftskunden werden von T-Systems betreut. Jeder Bereich hat einen eigenen Vorstand und ein eigenes Marketing.

Diese Kosten wolle Ricke zukünftig sparen, werden Insider in der FTD zitiert. Künftig könnte es bei der Telekom nur noch zwei Bereiche geben: einen für Privat- und einen für Geschäftskunden. Dadurch würden mehrere Vorstandsposten überflüssig.

Mit dem Umbau soll dem Bericht zufolge ein Sparprogramm von fünf Milliarden Euro einhergehen. Umgebaut würde zunächst nur die Führungsebene, Beschäftigte würden nicht "umgetopft", heißt es. Weil aber Verantwortlichkeiten sich verschieben würden, wären insgesamt 20.000 Menschen von den Änderungen betroffen.

Ricke möchte laut FTD mit dem Umbau vor allem Versäumnisse der Vergangenheit korrigieren und seine Kritiker doch noch von seiner Führungsqualität überzeugen. Im November läuft sein Vertrag bei der Telekom aus.

bay/dpa