Telekom Vierte Säule soll T-Com heißen
Bonn - Insbesondere die Telekommunikationsangebote für Privatkunden und den Mittelstand sollen unter T-Com gebündelt werden. Mit der Neuordnung errichte die Telekom die vierte Säule ihrer internationalen Wachstumsstrategie in der Konzernstruktur.
"Unser Ziel ist es, den Konzern konsequent auf die Kunden auszurichten", erklärte Vertriebsvorstand Josef Brauner. Die Telekom wolle in ihrem Kerngeschäft noch besser und erfolgreicher sein. Brauner wird in den kommenden zwölf Monaten den Aufbau von T-Com leiten.
Zu einem späteren Zeitpunkt sei geplant, die Sparte nach dem Vorbild der Bereiche Online und Mobilfunk als T-Com International AG gesellschaftsrechtlich auf eigene Füße zu stellen, teilte der Konzern mit. Einen Zeithorizont gebe es hierfür noch nicht, sagte ein Telekom-Sprecher. Auch könne man derzeit nicht sagen, ob die vorgesehene AG für einen Börsengang in Frage komme.
Am Jahresanfang hatten die Bonner die Sparten Mobilfunk und Online-Geschäft mit der Gründung der Töchter T-Mobile International und T-Online International neu geordnet. T-Online wurde im April an die Börse gebracht.
Verschoben auf das kommende Jahr wurde der für diesen Herbst vorgesehene Börsengang von T-Mobile International. Vor kurzem hatte die Telekom angekündigt, die Bereiche Datenkommunikation und Systemlösungen unter dem Dach der T-Systems zu vereinen. Die jeweiligen Konzerneinheiten umfassen auch die Auslandstöchter der Telekom.
Die Netzkommunikation ist trotz starker Marktanteilsverluste an die Wettbewerber bislang ein Kerngeschäft der Telekom geblieben. Im vergangenen Geschäftsjahr lag der Umsatzanteil immerhin noch bei 47 Prozent. Mit dem starken Wachstum des Mobilfunks und des Online-Geschäfts wird das Gewicht der Festnetzaktivitäten aber noch weiter abnehmen.