Telekom/VoiceStream: FBI will mithören - DER SPIEGEL
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Telekom/VoiceStream FBI will mithören

Das US-Bundeskriminalamt FBI mischt sich offenbar zunehmend in Fusionen auf dem Telekommunikationsmarkt ein. Auch die geplante Übernahme von VoiceStream durch die Deutsche Telekom soll betroffen sein.
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Washington - Das FBI verlangt nach einem Bericht des "Wall Street Journal" von ausländischen Firmen Garantien, dass seine Abhörmöglichkeiten gewahrt bleiben.

Bisher habe das FBI zwar noch keinen Kauf verhindert, aber etwa den Versuch des kanadischen Satelliten-Telefonbetreibers TMI, in den USA Fuß zu fassen, um mindestens ein Jahr verzögert. Erst als TMI einwilligte, eine Relaisstation in Neu-England einzurichten und darüber alle US-Gespräche umzuleiten, willigte das FBI ein. Damit hatte das Bundeskriminalamt die Sicherheit, die Gespräche abhören zu können.

Nach Angaben der Zeitung hat sich das FBI auch in andere Milliardenprojekte eingemischt. So sei es in dem später gescheiterten Versuch von British Telekom verwickelt gewesen, den amerikanischen Telefongiganten MCI zu kaufen.

Mit besonderem Interesse betrachte das FBI nun den geplanten 50- Milliarden-Dollar-Deal zwischen der Telekom und VoiceStream. Für das amerikanische Bundeskriminalamt spiele dabei eine besondere Rolle, dass die Telekom noch teilweise im Staatsbesitz sei, hieß es in der Zeitung. Das FBI wolle nämlich nicht nur seine Abhörmöglichkeiten sichern, sondern auch sicherstellen, dass ausländische Unternehmen ihre Leitungen nicht den Geheimdiensten ihrer Länder zur Verfügung stellten, um Informationen aus den USA herauszuschaffen.

In der zuständigen Aufsichtsbehörde FCC mehrt sich laut dem Bericht mittlerweile der Ärger über das FBI. Dieser werde aber nicht offen geäußert. Die Kritik richte sich unter anderem dagegen, dass Fusionen erschwert werden oder ausländische Unternehmen zu unnötigen Investitionen gezwungen werden, um die Bedingungen des FBI zu erfüllen.