Telekom Will Schröder Sommer noch im Sommer feuern?
Berlin - Dass Ron Sommer möglicherweise noch in diesem Jahr wegen der hohen Verluste der Telekom seinen Job verlieren soll, ist nicht neu. Doch Bundeskanzler Gerhard Schröder soll bereits jetzt intensiv auf Nachfolgersuche für den Manager sein und habe seinen Plan am Donnerstag mit Finanzminister Hans Eichel (SPD) beraten.
Der Kanzler wünsche sich jemand vom Format des DaimlerChrysler-Chefs Jürgen Schrempp. "Am liebsten wäre es ihm, wenn der Schrempp das selber macht", zitiert das Magazin "Focus" aus Regierungskreisen.
Ein Regierungssprecher kommentierte den Bericht am Samstag mit den Worten: "Es ist nicht Sache des Bundeskanzlers, sondern des Aufsichtsrates, über Personalfragen zu entscheiden." Telekom-Sprecher Jürgen Kindervater sagte, sein Unternehmen habe keinerlei Hinweise aus der Regierung, dass so etwas geplant sei. "Das ist immer vor Wahlen ein jedes Mal wiederkehrendes Gerücht, das wir auch als solches einstufen."
Rapider Kursverfall
Angesichts des Kursverfalls der T-Aktie - sie war von einem Höchststand von knapp 105 Euro im März 2000 in dieser Woche auf ein historisches Tief von 8,14 Euro gefallen - hat es wiederholt Spekulationen über eine mögliche Entlassung Sommers gegeben.
Am Freitag hatte die Aktie um 12,5 Prozent zulegen können und bei 10,80 Euro geschlossen. Der Bund ist der größte Anteilseigner an dem ehemaligen Staatsunternehmen, hat aber keine Mehrheit mehr.