Telekom: Wirtschaftsminister rückt von Sommer ab - DER SPIEGEL
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Telekom Wirtschaftsminister rückt von Sommer ab

Wirtschaftsminister Werner Müller will sich anders als Bundeskanzler Gerhard Schröder nicht ausdrücklich hinter den angeschlagenen Telekom-Chef Ron Sommer stellen. Die Wut der Aktionäre hält Müller für verständlich.
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Hamburg - "Dass diese Anleger heftigst enttäuscht sind, ist Tatsache", sagte Müller dem Magazin "Stern". Der auf der Hauptversammlung vergangene Woche geäußerte Unmut sei verständlich. Die Bundesregierung als Hauptaktionär sei aber für den Kursrutsch nicht verantwortlich.

Die Aktien der Deutschen Telekom   befinden sich nach der Herabstufung durch mehrere Investmentbanken und dem höchsten Jahresverlust der Konzerngeschichte auf Talfahrt. Gestern fiel die T-Aktie erstmals unter die Marke von elf Euro.

Eine Ablösung des in die Kritik geratenen Telekom-Chefs Ron Sommer schließt Müller anders als Bundeskanzler Schröder nicht mehr explizit aus. Nach dem Kursverfall sei "zweifelsohne" ein Vertrauensschaden entstanden. Der Kanzler hatte sich erst kürzlich demonstrativ hinter Sommer gestellt und das Telekom-Management für die "gute Arbeit" der vergangenen Jahre gelobt. Müller will sich jedoch aus einer etwaigen Umbesetzung des Vorstands heraushalten. "Da muss ich deutlich sagen: Das ist Sache des Aufsichtsrates", so der Minister gegenüber dem Magazin.