Telekom Wirtschaftsminister rückt von Sommer ab
Hamburg - "Dass diese Anleger heftigst enttäuscht sind, ist Tatsache", sagte Müller dem Magazin "Stern". Der auf der Hauptversammlung vergangene Woche geäußerte Unmut sei verständlich. Die Bundesregierung als Hauptaktionär sei aber für den Kursrutsch nicht verantwortlich.
Eine Ablösung des in die Kritik geratenen Telekom-Chefs Ron Sommer schließt Müller anders als Bundeskanzler Schröder nicht mehr explizit aus. Nach dem Kursverfall sei "zweifelsohne" ein Vertrauensschaden entstanden. Der Kanzler hatte sich erst kürzlich demonstrativ hinter Sommer gestellt und das Telekom-Management für die "gute Arbeit" der vergangenen Jahre gelobt. Müller will sich jedoch aus einer etwaigen Umbesetzung des Vorstands heraushalten. "Da muss ich deutlich sagen: Das ist Sache des Aufsichtsrates", so der Minister gegenüber dem Magazin.