Telekommunikation: Fusion von Telefónica und KPN gescheitert - DER SPIEGEL
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Telekommunikation Fusion von Telefónica und KPN gescheitert

Die spanische Telefónica und die niederländische KPN haben ihre Fusionspläne begraben. Zuvor hatten die spanische Regierung und Aktionäre von Telefónica den geplanten Zusammenschluss massiv kritisiert.
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Madrid - Die spanische Großbank BBVA und die Sparkasse La Caixa hatten als Hauptanteilseigner bei der siebenstündigen Sondersitzung des Telefónica-Verwaltungsrates nochmals Front gegen das Fusionsprojekt gemacht, berichteten spanische Zeitungen.

Hintergrund des Streits in Spanien war die hohe Beteiligung des niederländischen Staates von 43,7 Prozent bei KPN. Im fusionierten Konzern wäre die holländische Regierung mit 17 Prozent Hauptaktionär gewesen.

Den Telefónica-Präsidenten Juan Villalonga könnte das Scheitern der Fusion sein Amt kosten. Nach einer Meldung der Zeitung "El Mundo" hing vom Erfolg des Zusammenschlusses die Zukunft des 47-Jährigen an der Spitze des Unternehmens ab. In jüngster Zeit war es zwischen ihm und der Regierung zu Spannungen gekommen. Villalonga ist ein Schulfreund von Ministerpräsident José María Aznar.

Die spanische Regierung hatte die Diskussionen um den Zusammenschluss ausgelöst. Sie drohte, die Fusion notfalls mit ihrem Vetorecht zu verhindern, sollte sich der niederländische Staat nicht verpflichten, seine Beteiligung bei KPN schnell abzubauen.

Bei einer Vollfusion beider Unternehmen wäre der viertgrößte Telekomkonzern Europas entstanden. Der neue Branchenriese hätte einen Börsenwert von etwa 290 Milliarden Mark und im Mobilfunkbereich fast 30 Millionen Kunden gehabt.

Die Fusion wurde vor allem angestrebt, um mehr Geld für die Versteigerungen der UMTS-Mobilfunklizenzen in Europa zu haben.