Telekommunikation Qwest bestätigt Verhandlungen
Denver - Qwest nannte zwar in seiner Mitteilung keine Namen. US-Medien und die Wall Street gehen aber davon aus, dass es sich bei dem Interessenten um die Telekom handelt. Das deutsche Unternehmen wollte sich bisher nicht dazu äußern.
US West, der aktuelle Fusionspartner von Qwest, sei darauf hingewiesen worden, dass die Diskussionen stattgefunden hätten, hieß es. Qwest werde eine Transaktion mit der "bedeutenden Telekommunikationsgesellschaft" aber nur eingehen, wenn US West ebenfalls ein Übernahmeabkommen zu Konditionen aushandele, die ihr genehm seien, betonte Qwest. Der Konzern ist das viertgrößte amerikanische Ferngesprächsunternehmen und verfügt über ein landesweites Hochleistungskommunikationsnetz.
US West ist eine regionale Telefongesellschaft, die in 14 US-Bundesstaaten im Westen der USA operiert. Das Unternehmen verfügt über 25 Millionen Kunden. US West hatte Qwest nach den jüngsten Fusionsgerüchten mit riesigen Schadenersatzforderungen gedroht und darauf bestanden, dass die geplante Fusion zwischen Qwest und US West durchgeführt werden muss.
Philip Anschutz, der größte Qwest-Aktionär, hat sich laut Qwest für eine Transaktion mit der "wichtigen Telefongesellschaft" ausgesprochen. Qwest-Konzernchef Joseph Nacchio betonte: "Das Fusionsabkommen mit US West steht noch immer. Qwest unternimmt weiter die Schritte, die im Zuge des Abkommens notwendig sind, um die Fusion mit US West abzuschließen".
Die Aktionäre beider Unternehmen hatten die Übernahme von US West durch Qwest für 36 Milliarden Dollar bereits gebilligt, doch stehen noch behördliche Genehmigungen aus.