Teltschik allein zu Haus - DER SPIEGEL
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BOEING Teltschik allein zu Haus

• aus DER SPIEGEL 50/2003
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Der abrupte Austausch der Führungsspitze beim US-Luftfahrtriesen Boeing könnte auch hier zu Lande erhebliche Auswirkungen haben. Um sich zusätzliche Kunden und Know-how zu sichern, beschäftigt der Konzern neuerdings Statthalter in wichtigen Ländern, die strategische Partnerschaften mit Großunternehmen vor Ort einfädeln sollen. Für den deutschen Markt verpflichteten die Amerikaner Anfang März den ehemaligen Kanzlerberater und BMW-Manager Horst Teltschik, der nach eigenen Angaben zurzeit allein mit Siemens über acht Kooperationsvorhaben spricht. Doch die könnten sich durch den Wechsel in der Boeing-Führung nun erheblich verzögern, weil der neue Konzernchef Harry Stonecipher sich zunächst um seine angeschlagene Rüstungssparte kümmern muss. Am Donnerstag vergangener Woche hatte Teltschik für Mike Sears, den dann geschassten Boeing-Finanzchef und potenziellen Nachfolger des ebenfalls ausgeschiedenen Konzernchefs Phil Condit, in München Gespräche mit hochrangigen Managern und Politikern arrangiert, um Möglichkeiten zur Zusammenarbeit auszuloten. Bei einem geplanten Mittagessen sollte Sears auch mit Siemens-Vorstand Edward Krubasik zusammentreffen. Doch nachdem der US-Manager gefeuert wurde, musste Teltschik die mühsam arrangierten Termine absagen. Dass Boeing sich komplett aus Deutschland verabschiedet, halten Branchenkenner allerdings für extrem unwahrscheinlich. Die Amerikaner hatten erst Anfang November am Pariser Platz in Berlin eine deutsche Konzernniederlassung eröffnet.

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