Terroranschläge: Börsen brechen auf breiter Front ein - DER SPIEGEL
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Terroranschläge Börsen brechen auf breiter Front ein

Spekulationen um einen islamistischen Hintergrund der blutigen Bombenanschläge in Madrid sowie negative Vorgaben aus den USA haben die deutschen Aktien am Donnerstag stark unter Druck gesetzt.
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Frankfurt am Main - Bis zum Nachmittag gab der Leitindex Dax   um 3,1 Prozent auf 3918 Punkte ab. Bereits kurz nach Handelsstart fiel er bei ungewöhnlich hohen Umsätzen unter die 4000-Punkte-Marke und weitete am frühen Nachmittag seine kräftigen Verluste zwischenzeitlich bis auf einen neuen Tiefstand in diesem Jahr von 3876 Punkten aus.

Der MDax   büßte 2,9 Prozent auf 4742 Zähler ein, der TecDax stürzte um 4,9 Prozent auf 587 Zähler. "Die vor wenigen Minuten veröffentlichten Konjunkturdaten aus den USA sind wie erwartet ausgefallen und stabilisieren nun den Markt etwas", sagte ein Händler einer Frankfurter Großbank. Der Dax habe am frühen Nachmittag noch weiter nachgegeben, als Spekulationen am Markt aufgekommen seien, dass nicht die baskische ETA, sondern al-Qaida hinter den Anschlägen in Madrid mit mehr als 170 Toten und 700 Verletzten stecken könnte, sagte der Händler.

Die TUI-Aktie   brach nach den Terroranschlägen um 4,4 Prozent auf 18,59 Euro ein und gehörte zu den schwächsten Dax-Werten. Der weltgrößte Touristikkonzern sei stark auf den Mittelmeerraum ausgerichtet und Spanien eines der beliebtesten Reiseziele in Europa, sagte ein Analyst.

Wall Street ebenfalls im Minus

Auch die Wall Street eröffnete im Minus der Dow Jones Industrials verlor 0,6 Prozent auf 10232 Punkte, der Nasdaq Composite büßte 0,6 Prozent auf 1953 Zähler ein. Der Telekommunikationsausrüster Nortel NEtworks verlor zwölf Prozent, nachdem das Unternehmen die Vorlage seiner Quartalszahlen verschieben musste.

Bereits am Vortag waren alle wichtigen Börsenbarometer um rund 1,5 Prozent abgesackt, nachdem das Rekorddefizit im Außenhandel der USA im Januar die Sorgen über einen nachhaltigen Aufschwung neu belebt hatte.