Test E.on will BSE-Strom herstellen
Frankfurt am Main - Dies bestätigte die Sprecherin der e.on-Kraftwerkssparte, Helga Lübs, der Online-Ausgabe der "Financial Times Deutschland" (FTD). Die mit Prionen belasteten Fette, die bei Rindern BSE und bei Menschen die Creutzfeld-Jakob-Krankheit auslösen können, würden in einem aufwendigen Verfahren sterilisiert, mit Heizöl vermischt und verbrannt, schrieb die Zeitung.
Der Energiekonzern wolle in der Testphase Erkenntnisse darüber sammeln, wie hoch die Energieausbeute sei. Bei einem erfolgreichen Ergebnis soll die Verbrennung von Tierfett auf alle e.on-Kraftwerke in Deutschland ausgeweitet werden, hieß es bei der "FTD". Wissenschaftler würden allerdings die Verbrennung von BSE-Risikomaterial skeptisch beurteilen. Die Fette müssten bei sehr hohen Temperaturen verbrannt werden, um die Prionen zu zersetzen.
E.on bezeichne die angewandten Methoden als sicher, schrieb die Zeitung. Zudem werde der Versuch vom TÜV überwacht. Sollte dieser Risikomaterialien in den Abgasen messen, werde der Versuch "sofort abgebrochen, um eine Gefährdung der Bevölkerung auszuschließen", sagte Lübs.