Testlauf: NTT Docomo verschiebt Einführung - DER SPIEGEL
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Testlauf NTT Docomo verschiebt Einführung

Die japanische Telefongesellschaft NTT Docomo will die kommerzielle Einführung von UMTS verschieben. Analysten befürchten eine Kettenreaktion für die gesamte Branche.
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Frankfurt am Main - Der neue Starttermin für den multimediafähigen Mobilfunkstandard ist zunächst auf den 1. Oktober festgelegt. Gegenüber dem ursprünglichen Zeitplan verliert der japanische Telefonriese damit vier Monate. Es müsse zunächst noch weiter getestet werden, um eine vollständige Stabilität der Netzwerktechnologie gewährleisten zu können.

"Es kann sein, dass sich durch den Aufschub auch der Start der UMTS-Dienste weltweit verzögert", sagte Motoharu Sone, Analyst bei Tsubasa Securities. Dadurch würden sich auch die getätigten Investitionen langsamer amortisieren.

Allein für die UMTS-Lizenzen hatten die Unternehmen in Europa insgesamt weit mehr als 200 Milliarden Mark bezahlt und dies zum Teil über Kredite finanziert. Die Firmen in Europa beobachten die UMTS-Einführung von NTT Docomo intensiv, um von deren Erfahrungen mit der Technologie und den Verdienstmöglichkeiten zu profitieren.

Die Büdelsdorfer MobilCom AG hält allerdings trotz der Befürchtungen von Analysten, dass sich der Start der neuen Technik weltweit verzögern könne, an ihren UMTS-Plänen fest. "Wir haben die Garantie von Nokia und Ericsson, dass das Netz bis Mitte 2002 steht. Wir starten dann definitiv", sagte ein MobilCom-Sprecher am Dienstag.

MobilCom hatte im vergangenen Sommer zusammen mit France Télécom eine UMTS-Lizenz für knapp 16,4 Milliarden Mark ersteigert. Mit dem Netzaufbau im Volumen von 1,4 Milliarden Euro beauftragte MobilCom den finnischen Mobilfunkkonzern Nokia und den schwedischen Mobilfunkausrüster Ericsson.