Teuerung: Importpreise steigen drastisch an - DER SPIEGEL
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Teuerung Importpreise steigen drastisch an

Die steigenden Energiepreise reißen die Einfuhrkosten nach oben: Die Preise für Importware stiegen im Juni so stark wie seit fast acht Jahren nicht mehr. Auch die Einfuhr von Lebensmitteln musste deutlich teurer bezahlt werden. Die Ausfuhrpreise stiegen dagegen deutlich geringer.
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Wiesbaden - Wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte, lag der Index der Einfuhrpreise um 8,9 Prozent über dem Vorjahresstand. Das ist die höchste Teuerungsrate seit November 2000. Im Mai und im April dieses Jahres hatte der Anstieg noch 7,9 beziehungsweise 5,7 Prozent betragen. Allein die Einfuhr von Energieträgern verteuerte sich um 49,7 Prozent.

Importierte Steinkohle kostete den Angaben zufolge 60,3 Prozent mehr als im Juni 2007, Rohöl legte 58,4 Prozent zu und Mineralölerzeugnisse 61,7 Prozent. Eingeführtes Erdgas verteuerte sich im Jahresvergleich um 42,9 Prozent. Ohne Erdöl und Mineralölerzeugnisse hätte der Einfuhrpreisindex im Juni 2008 den Angaben zufolge 2,5 Prozent zugelegt.

Aber auch bei Nahrungsmitteln gab es teils sehr kräftige Preisaufschläge. So musste beispielsweise für Getreide 35,9 Prozent mehr bezahlt werden. Zitrusfrüchte verteuerten sich um 35,7 Prozent. Milch und Milcherzeugnisse legten 9 Prozent zu. Die Kaffeepreise stiegen um 15 Prozent und Rindfleisch wurde 23,2 Prozent teurer.

Auch Eisenerze wurden gegenüber Juni 2007 deutlich teurer, die Einfuhren kosteten fast 41 Prozent mehr. Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen legten um 12,6 Prozent zu. Einige Rohstoffe wie zum Beispiel Aluminium, Blei und Zink verbilligten sich hingegen im Jahresvergleich um bis zu 26,4 Prozent.

Die Ausfuhrpreise erhöhten sich dagegen im Juni im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Prozent. Im Vormonat hatte der Anstieg bei 2,3 Prozent gelegen. Auf Monatssicht kletterten die Ausfuhrpreise um 0,5 Prozent, nach einem Plus von 0,4 Prozent im Vormonat.

Höhere Importpreise

Importe Preissteigerung im Juni 2008 im Vergleich zum Vorjahr
Gesamt 8,9
Energieträger 49,7
Steinkohle 60,3
Rohöl 58,4
Mineralölprodukte 51,7
Erdgas 42,9
Eisenerze 40,8
Roheisen, Stahl, Ferrolegierungen 12,6
Nickel -52,6
Blei, Zink, Zinn -26,4
Kupfer -4,8
Getreide 35,9
Zitrusfrüchte 35,7
Milch 9,0
Kakao 26,5
Kaffee 15,0
Rindfleisch 23,2
Schweinefleisch 13,5
Geflügel 5,9
Angaben in Prozent, Quelle: Statistisches Bundesamt

kaz/AFP/dpa/ddp

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