Teure Materialpause - DER SPIEGEL
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Teure Materialpause

• aus DER SPIEGEL 22/1990
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Offiziell schuftet der DDR-Arbeitnehmer durchschnittlich 43 Stunden in der Woche - tatsächlich kommen etliche auf eine 20-Stunden-Woche: Defekte Maschinen oder Materialmangel verursachen lange Pausen. Das Institut der deutschen Wirtschaft ließ beinahe 2000 DDR-Beschäftigte nach ihrer effektiven Arbeitszeit befragen: Nur 1,1 Prozent meldeten keine Ausfallzeiten. Mehr als die Hälfte aller DDR-Arbeitnehmer aber haben bis zu drei Stunden täglich nichts zu tun. Auf dem Bau und in der Landwirtschaft kommt fast jeder vierte Arbeitnehmer in den Genuß einer Zwangspause von drei bis vier Stunden am Tag. Bei den Handwerkern verbringt jeder neunte vier bis fünf Stunden seiner Arbeitszeit damit, aufs Material zu warten.

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