LUFTHANSA Teure Vorsorge
Passagiere der Lufthansa müssen beim Ticketkauf weiterhin happige Kerosinzuschläge einkalkulieren - obwohl der Rohölpreis gegenüber seinem Höchststand im Sommer deutlich gefallen ist. Grund ist die vorsichtige Einkaufspolitik der Konzernmanager, die das Unternehmen und damit auch seine Kunden nun teuer zu stehen kommt. Um sich gegen einen weiteren Anstieg der Treibstoffkosten zu wappnen, hatte die Lufthansa in den vergangenen Jahren zeitweise bis zu 90 Prozent des Bedarfs abgesichert, allerdings zu ständig steigenden Konditionen. Einen Teil der Kosten für die Terminkontrakte hatten die Airline-Manager ihren Fluggästen aufgebürdet - in Form von Treibstoffzuschlägen von bis zu 97 Euro pro Strecke. Da der Konzern an die länger laufenden Verträge noch immer gebunden ist, müssen die Passagiere den Obolus von aktuell 92 Euro für längere Verbindungen und 24 Euro für Kurzstrecken nun weiter zahlen. Wettbewerber wie der irische Billigcarrier Ryanair, die ihren Bedarf, wenn überhaupt, nur kurzfristig absichern, sind dagegen fein raus: Sie können sich am Markt zurzeit deutlich billiger eindecken.