Teure Wärme: Trotz Frühling - Heizölpreise steigen - DER SPIEGEL
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Teure Wärme Trotz Frühling - Heizölpreise steigen

Die Kosten für Heizöl in Deutschland sind rund drei Wochen nach dem kalendarischen Ende des Winters noch einmal gestiegen. Beobachter sind von der Preisentwicklung überrascht.
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Hamburg/Singapur - 100 Liter Heizöl kosten im bundesweiten Schnitt 52,25 Euro, berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf aktuelle Marktdaten des Hamburger Energie Informationsdienstes EID. Damit sei das Rekordhoch von 52,50 Euro aus dem Oktober letzten Jahres fast wieder erreicht.

In der Vorwoche habe der Preis bezogen auf eine typische Haushaltsbestellung von 3000 Litern noch bei 51,50 Euro gelegen, hieß es weiter. Branchenexperten können über die Ursachen für den Preisanstieg nur Vermutungen anstellen. EID-Sprecher Rainer Wiek sagte: "Dass es zum Saisonausklang noch so hoch geht, ist überraschend."

Ölpreis sinkt

An den Ölmärkten zeichnet sich dagegen eine Entspannung ab. Nachlassende Sorgen über Lieferengpässe in den USA haben den Ölpreis zum Wochenauftakt weiter gedrückt. Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte WTI kostete am Montag im asiatischen Handel 52,91 Dollar. Damit notierte der Ölpreis deutlich unter seinem vor einer Woche erreichten Rekordhoch von 58,28 Dollar.

Experten verwiesen auf die gestiegene Kapazitätsauslastung in amerikanischen Raffinerien. Das habe die Sorgen über Engpässe gemindert, sagte Ölanalyst Victor Shum von der Energieberatung Purvin and Gertz. Die Auslastung war den Angaben des US-Energieministeriums zufolge in der Woche bis 1. April auf 93,7 Prozent von 91,1 Prozent gestiegen.