Teurer Arbeitskampf: Boeing einigt sich mit streikenden Mechanikern - DER SPIEGEL
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Teurer Arbeitskampf Boeing einigt sich mit streikenden Mechanikern

Durchbruch bei Boeing: Nach fast zwei Monaten einigen sich Gewerkschaft und Konzernleitung vorläufig auf einen neuen Tarifvertrag. Dennoch verzögert sich der Jungfernflug des Boeing-Vorzeigemodells Dreamliner wohl weiter.
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New York - Der Streik kostete pro Tag rund 120 Millionen Dollar - und er war der längste Arbeitskampf beim Flugzeugbauer Boeing seit 13 Jahren. Nach Angaben der Mechaniker-Gewerkschaft IAM wurde nun eine vorläufige Einigung erzielt. Der Vertrag soll demnach über vier Jahre laufen.

Die Gewerkschaft kündigte an, die Vereinbarung Ende der Woche zur Abstimmung zu stellen. Wenn eine einfache Mehrheit der rund 27.000 Arbeiter zustimmt, wäre der Streik beendet. Nach Unternehmensangaben sieht die Vereinbarung Lohnerhöhungen und steigende Pensionszahlungen vor. Nach Angaben der Gewerkschaft wurden zudem Arbeitsplatzgarantien sowie eine Begrenzung der Arbeit von Fremdanbietern in den Boeing-Fabriken durchgesetzt.

Zuletzt dauerte ein Streik bei Boeing 1995 mit 69 Tagen noch länger als die derzeitige Arbeitsniederlegung. Nach dem Ende des Streiks will Boeing neue Details zum Zeitplan seines Hoffnungsträgers 787 Dreamliner bekanntgeben. Branchenexperten befürchten weitere Verzögerungen bei dem Prestigeprojekt, das bereits 16 Monate hinter den ursprünglichen Planungen liegt.

Die Boeing-Aktie reagierte am Dienstag mit einem Kursanstieg von gut sechs Prozent auf die Einigung. Ein Ende des Streiks wäre auch eine große Erleichterung für Boeing-Zulieferer in aller Welt. Deshalb legten etwa die Aktien des französischen Herstellers für Kabinentüren Latecoere in Paris zeitweise um mehr als zehn Prozent zu.

cvk/Reuters/dpa-AFX

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