Teurer Treibstoff: Benzin-Absatz bricht ein - DER SPIEGEL
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Teurer Treibstoff Benzin-Absatz bricht ein

Angesichts hoher Kraftstoffpreise und der anhaltend schwachen Konjunktur klagt die Mineralölwirtschaft über ein maues Geschäft. Tankstellen in Deutschland verbuchen beim Absatz von Benzin und Diesel massive Einbrüche.
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Berlin/Singapur - Wie der Mineralöl-Wirtschaftsverband (MWV) gegenüber der "Berliner Zeitung" erklärte, wurden im ersten halben Jahr im Inland noch 2,05 Millionen Tonnen Ottokraftstoff abgesetzt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht das einem Minus von fünf Prozent.

"Der Rückgang ist stärker als erwartet ausgefallen", sagte MWV-Sprecherin Barbara Meyer-Buckow. Es sei davon auszugehen, dass in Zukunft der Benzinabsatz noch weiter abnimmt, fügte sie hinzu.

Auch Diesel verkauft sich deutlich schlechter als im Vorjahr: Die MWV-Statistik weist für das erste Halbjahr noch einen Gesamtabsatz von 2,48 Millionen Tonnen aus. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht das einem Rückgang von 1,5 Prozent.

Der MWV sieht mehrere Gründe für den schleppenden Kraftstoff-Absatz. "Angesichts der hohen Preise fahren die Leute sparsamer und bewusster", sagte Meyer-Buckow. Wer einen Neuwagen kaufe, wähle in der Regel sparsamere Modelle. Den Tankstellenbetreibern in den Grenzregionen mache auch der anhaltende Tanktourismus zu schaffen.

Leichte Entspannung am Ölmarkt

Die Aussicht auf ein Ende der Proteste in Ecuadors Ölregion hat den Ölpreis zum Wochenauftakt leicht sinken lassen. Ein Barrel (159 Liter) leichtes US-Öl der Sorte WTI kostete im asiatischen Handel 65,15 Dollar und damit 20 Cent weniger als bei Handelsschluss am Freitag.

Proteste im Osten Ecuadors hatten in der Vorwoche die lebenswichtige Ölindustrie des südamerikanischen Landes lahm gelegt. Die Demonstranten hätten inzwischen entschieden, den Streik zu beenden, sagte Innenminister Mauricio Gandara. Die Erdölproduktion von normalerweise täglich 200.000 Barrel war durch die Streiks auf nur noch etwa 10.000 Barrel geschrumpft, wie die staatliche Ölgesellschaft Petroecuador mitteilte. Ecuador ist neben Venezuela der wichtigste südamerikanische Erdöllieferant der USA.