Teurer Treibstoff: Wirbelsturm lässt Ölpreis klettern - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Teurer Treibstoff Wirbelsturm lässt Ölpreis klettern

Der US-Ölpreis ist am Dienstag zwischenzeitlich wieder über die Marke von 60 Dollar gestiegen. Händler nennen Wirbelstürme im Golf von Mexiko und die hohe Auslastung der Raffinerien als Grund für den Preisanstieg.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

New York - Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte WTI verteuerte sich bis auf 60,10 Dollar. Damit ist der Rekordstand aus der vergangenen Woche in Reichweite.

"Die beschränkten Raffineriekapazitäten sind die Haupttriebkraft für den jüngsten Preisschub", sagte Ökonom Tony Wood von der Royal Bank of Scotland. Eine rasche Abhilfe sei nicht auszumachen. Bereits am Freitag hatte der Ölpreis um mehr als zwei Dollar je Barrel zugelegt. Der Blick richte sich bereits auf den Heizölbedarf im Herbst und Winter auf der Nordhalbkugel. Bei der derzeit hohen Auslastung der Raffinerien sei ungewiss, ob rechtzeitig genügend Heizöl zur Verfügung stehe.

Händler in New York verwiesen auch auf drohende Wirbelstürme im Golf von Mexiko als Preistreiber. Im vergangenen Jahr hatte der Sturm Ivan die dortige Förderung beeinträchtigt. Der sich nun abzeichnende Orkan Cindy dürfte nach Aussage von Marktteilnehmern zwar weniger Zerstörungen anrichten. Dennoch setze das schlechte Wetter den Markt unter Druck, erklärte Ölanalyst Carl Larry von Barclays Capital.